{"id":256,"date":"2021-02-21T13:28:58","date_gmt":"2021-02-21T12:28:58","guid":{"rendered":"http:\/\/chaletdusoldat.ch\/?page_id=256"},"modified":"2021-02-21T16:47:40","modified_gmt":"2021-02-21T15:47:40","slug":"geschichte-des-hauses","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/chaletdusoldat.ch\/de\/chalet-du-soldat\/geschichte-des-hauses\/","title":{"rendered":"Geschichte des Hauses"},"content":{"rendered":"\n<p>Historisches \/ Chronologie des Chalet du Soldat<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind im Jahr 1943.<\/p>\n\n\n\n<p>Inmitten der Kriegswirren um die Schweiz, sowie den Kanton Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Reihen der tausenden von Soldaten, immer diszipliniert, manchmal \u00e4ngstlich, aber immer loyal zu Ihrer Heimat, ist ein Mann. Sein Name ist Paul Wolf, kommandierender Major des 16. Bataillons der Gebirgsj\u00e4ger.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Major sind erhebliche L\u00fccken im alpinen Sommer- und Wintertraining seiner Truppe aufgefallen. Um Abhilfe zu schaffen beabsichtigt er die Schaffung eines Ausbildungszentrums, f\u00fcr die Freiburger Truppen, im Kanton Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter dem Major steht jedoch auch ein Mann. Ein Mann, der, in diesen unruhigen Zeiten, das Verlangen nach einer Herausforderung versp\u00fcrt, das Verlangen eine Heimatbasis zu schaffen. Er stellt den Willen seiner Kollegen, der Milit\u00e4rkader, und die patriotische Begeisterung einer ganzen Bev\u00f6lkerung, auf die Probe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind im Jahr 1943.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Rundschreiben vom 16. Februar 1943 best\u00e4tigt: Der Major Paul Wolf, stellt sich der Herausforderung, eine Bataillonsh\u00fctte auf den H\u00f6hen des Schwarzsees zu errichten<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee ist edel, grossz\u00fcgig. Aber ist sie auch etwas verr\u00fcckt, gar zu wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Schnell wird die Idee \u00fcber die Grenzen des 16. Bataillons hinaus bekannt, und gewinnt spontan alle Einheiten des 7. Regiments der Gebirgsinfanterie, f\u00fcr sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind im Jahr 1943.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herzen des Sturms. 3. Dezember 1943; die Nachricht die sich verbreitet hat wie ein Lauffeuer tr\u00e4gt Ihre ersten Fr\u00fcchte: Die Verantwortung f\u00fcr den Bau der H\u00fctte wird dem gesamten Freiburger Regiment \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind im Jahre 1944.<\/p>\n\n\n\n<p>Langsam nimmt die tollk\u00fchne Idee des Major Wolf, Gestalt an. Am 12. Februar 1944, wird offiziell die Stiftung f\u00fcr den Bau des \u00abChalet du R\u00e9giment\u00bb, gegr\u00fcndet. Das Komitee wird aufgesetzt: Major Paul Wolf \u00fcbernimmt die Pr\u00e4sidentschaft, der Hauptmann im Generalstab Jacques Bullet wird Administrator. Das 17. Bataillon der Gebirgsj\u00e4ger ist ab der ersten Stunde Teil des Projektes. Die Ziele f\u00fcr das Chalet werden erarbeitet, noch bevor der Bau beginnt: Die H\u00fctte muss den alpinen Truppen, Sommer sowie Winterausbildungen, erm\u00f6glichen. Des Weiteren soll die H\u00fctte zivilen Bergsteigern offen stehen, mit Priorit\u00e4t f\u00fcr Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten der Truppen, die in der Mobilisierung 1939-194..? teilgenommen haben. Im Herzen des Sturms, wagt niemand, das Ende vorauszusagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind im Jahre 1944.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 27. M\u00e4rz brechen sieben M\u00e4nner zu einer Mission auf. Hauptmann im Generalstab Jacques Bullet, Hauptmann Ramuz, Offizier des 7. alpinen Gebirgsinfanterie-Regiments, Charles Vaugne, Offizier des 7. alpinen Gebirgsj\u00e4ger-Regiments, Leutnant Maurer, Offizier der alpinen Kompanie I\/16 sowie die Herren Schuwey Junior, Tischler aus Jaun und Th\u00fcrler Alfred, Tischler aus Jaun und Chatagny, Vertreter von Marsens. Sie haben eine doppelte Aufgabe: Einen geeigneten Sektor f\u00fcr die Erbauung des Chalets finden, sowie die Verwendung von Chalet \u201cChataletta\u201d in Obersattel, f\u00fcr Ihre Zwecke zu erw\u00e4gen. Am selben Abend schreiben Sie ihren Befund in einem in Jaun unterzeichneten Bericht nieder: \u201cIn der S\u00fcd\u00f6stlichen Zone des \u201cTerre Rouge-Pass\u201d (50m S\u00fcdlich vom Pass) befinden sich drei Terrassen welche sich f\u00fcr den Bau des Chalets sehr gut eignen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet des Freiburger Regimentes wird sich also im Greyerzerbezirk, im Schatten der Gastlosen, befinden. F\u00fcr die Planung sind die Architekten Marcel Colliard und Georges Rosset aus Freiburg sowie der Ingenieur Jean Barras de Bulle zust\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch wird die H\u00fctte Freiburgisch, denn auch der Grosse Rat ist an ihrer Zukunft interessiert. In der Sondersitzung vom Mai 1944, wird die Nachricht des Staatsrates vom 28. April 1944, durch die Abgeordnetem Louis Bulliard, Berichterstatter und Richard Corboz, Staatsrat, verteidigt. Ausgang: die Gew\u00e4hrung einer Subvention von 10\u2032000 Franken. Das Dekret wird ohne Opposition, bei drei Enthaltungen, genehmigt.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"7\"><li>Oktober 1944 Krisentreffen: Die Baustelle ist lahmgelegt. Der Grund: Eine aktuelle Mobilisierung, anhaltend schlechtes Wetter, unpassierbare Strassen und \u2026 ein Streit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Wir sind im Jahre 1945.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 5. Januar 1945, unterzeichnet Major Paul Wolf seinen Jahresbericht f\u00fcr 1944: \u201cDas Mauerwerk ist fast abgeschlossen (\u2026) Das Holz auf der Baustelle selbst aufget\u00fcrmt (\u2026) Die Dachschindeln sind eingetroffen (\u2026) \u201d. Aber der Pr\u00e4sident des Aktionskomitees muss die Begeisterung seiner Truppen neu erwecken: \u201cWir brauchen mehr als eine apathische, allgemeine Sympathie. Sowohl bei der Verbreitung der Idee, als auch in der Beschaffung von Mitteln; bestimmte Differenzen zwischen Unt\u00e4tigkeit und T\u00e4tigkeit wirken mitunter frappierend \u201d, schrieb Paul Wolf.<\/p>\n\n\n\n<p>Sechs Monate sp\u00e4ter begeistert ein Zwischenbericht: \u201cDer Fortgang der Arbeiten liegt 2 Wochen vor dem geplanten Termin.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Dann, an der Schwelle des Herbstes, im Herbst des Sturms, beginnt der Fr\u00fchling f\u00fcr das Chalet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ereignisse \u00fcberschlagen sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag, 22. September 1945 f\u00fchrt die Baukommission ihre \u00dcberpr\u00fcfung durch. Noch am selben Tag, nach dem Abendessen, trifft sich das Aktionskomitee zum Bau des Chalet, zum letzten Mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Sonntag 23. September 1945, das \u201cChalet du R\u00e9giment\u201d wird eingeweiht. In den Spalten des &#8222;Freund des Volkes&#8220;, einer politischen, religi\u00f6sen und sozialen Tageszeitung, vom Dienstag, 15. September 1945, liest man:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Das Haus der Soldaten in Freiburg liegt in einer wundersch\u00f6nen Lage auf 1\u2032752 Meter \u00fcber dem Meeresspiegel, mit Blick auf das Gebirgsmassiv der Sattelspitzen in der N\u00e4he des Stillwasserwaldes und des Col-du-Loup (\u2026).<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Der Hauptmann und Milit\u00e4rpfarrer Pierre Barras, Pr\u00e4fekt des Geyerzerbezirkes, animiert einen Freizeitabend, eine Verkn\u00fcpfung aus Verve, Skizzen und Liedern (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Hauptmann und Kaplan Piere Kaelin ist anwesend, sichtlich ger\u00fchrt von den Ereignissen, (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Der Hauptmann und Milit\u00e4rpfarrer Pau von der Weid zelebriert die Messe und predigt mit n\u00fcchterner Eloquenz. (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Colonel Hans Muheim , der Kommandant des 7. Gebirgsinfanterie-Regimentes, er\u00f6ffnet die Reihe der Redner (\u2026) Als Redner treten auf: der Pr\u00e4sidenten des Grossen Rates, Henry No\u00ebl, der Staatsrat Josef Ackermann, der Divisionsoberst Petitpierre sowie der Herr Rauber welcher im Namen der Gemeinde Bellegarde spricht.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Busse erwarten die Touristen in Bellegarde und Villette, um 17 Uhr (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Bald, wie in dem Lied von Pierre Kaelin, verlassen Holzf\u00e4ller ihre Axt , Winzer ihre Weinberge. Diesmal nicht, um die Grenze zu verteidigen, sondern um ihre H\u00fctte zu besuchen, ihre milit\u00e4rische Form zu verbessern, aber vor allem um wieder in Kontakt zu treten mit einer der Regionen, in der Ihre Herzen f\u00fcr\u2032s Vaterland h\u00f6her schlagen, um auf dieses Herz zu h\u00f6ren, welches auf seine Weise Gottes Nachricht tr\u00e4gt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einweihung des \u201cChalet des Regimentes\u201d hinterl\u00e4sst ein Defizit von 1\u2032000 Franken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet existiert! Gesch\u00fctzt durch seine Patin, Frau Gr\u00e4fin Roger von Diesbach, erh\u00e4lt das Chalet die Erinnerung an ihren verstorbenen Mann, Divisions-Oberst Roger Diesbach. Als Pate agiert Oberst Hans Muheim, Kommandant des 7. Gebirgsinfanterie-Regimentes.<\/p>\n\n\n\n<p>Chalet?<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ein Haus, eine Heimat, eine kleine Heimat mit Ausblick auf die Grosse&#8220; wie der Major Wolf zu sagen pflegte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind im Jahr 1946.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sturm hat sich gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet kann leben. Und es lebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Jahr 1946 beginnen die Herausforderungen f\u00fcr das Chalet. In einem Brief vom 26. Januar 1946, beklagt Oberst Hans Muheim, dass seit der Er\u00f6ffnung die Besucherzahlen zu w\u00fcnschen \u00fcbrig liessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter, in einer Sitzung des Verwaltungsrates am 14. Februar 1949 , erkl\u00e4rt Staatsrat Richard Corboz, &#8222;die Nachteile bestehen haupts\u00e4chlich aus der Entfernung und dem Mangel an einer Sesselbahn, vor allem jetzt, wo pers\u00f6nliche Anstrengung immer unbeliebter wird.&#8220;<br>F\u00fcr Regierungsrat Peter Glasson sind, &#8222;ein spezifischer Aktionsplan und Werbung&#8220; wichtig und &#8222;im Sommer, muss eine Balance zwischen ausl\u00e4ndischen und Schweizer Gruppen die ihren Urlaub dort verbringen, und den Familien der Soldaten, geschaffen werden. Den soziale Zweck des Chalets sollte man nicht aus den Augen verlieren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besucherzahlen bleiben w\u00e4hrend der gesamten Geschichte des Chalets ein Problem.<br>Eine Quelle von Problemen f\u00fcr seine Warte, seine Direktoren und Pr\u00e4sidenten. Schutzlos den Launen des Wetters ausgesetzt, interessiert sich das Milit\u00e4r nur unregelm\u00e4ssig daf\u00fcr, dort Truppen zu stationieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besucher? Die B\u00fccher des \u201cChalet du Soldat\u201d reflektieren sie leise, oft mit Bleistift \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4nner und Frauen, Jung und Alt, Schweizer sowie Angeh\u00f6rige, von anderen, manchmal fernen Nationen, Zivile und Milit\u00e4rs, Pfadfinder, Alpenvereine, Firmen, Touristen, Wanderer, Kletterer. Neugierige oder Stammg\u00e4ste.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet lebt. Und es passt sich an.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1952, wird das &#8222;Chalet du R\u00e9giment&#8220; zum &#8222;Chalet du Soldat de Fribourg&#8220; und \u00f6ffnet sich damit Freiburg\u00b4s drei Regimenten und anderen Einheiten, leichten Infanterie oder Artillerie-Truppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vierzig Jahre sp\u00e4ter, \u00f6ffnet sich das Chalet dem Zeitgeschehen und der Welt. Die Stiftung &#8222;Chalet du Soldat de Fribourg&#8220; betreibt weiterhin die H\u00fctte in der Region der Gastlosen, um die F\u00e4higkeiten von Freiburgs Gebirgstruppen zu f\u00f6rdern, und die im Dienst entstandene Kameradschaft zu unterst\u00fctzen. Selbstverst\u00e4ndlich geh\u00f6rt \u00abdie Unterst\u00fctzung des Tourismus und sportlicher Aktivit\u00e4ten in den Bergen.\u00bb ebenfalls zur Mission.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet beansprucht aber f\u00fcr sich mehr, als bloss Denkmal zu sein. Das Chalet m\u00f6chte zeitgem\u00e4ss sein, nahe an den jungen Frauen und M\u00e4nnern die nach den Kriegswirren geboren wurden, und trotzdem Symbol sein f\u00fcr die Frauen und M\u00e4nner seiner Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet lebt. Und wird modernisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1960 verbindet eine Sesselbahn mit einer Kabell\u00e4nge von 1500 Metern, Sch\u00e4nis, mit dem Chalet. Somit wird auch der Bau einer Windkraftanlage erm\u00f6glicht .<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1979, wird ein Notfall-Telefon ausserhalb des Geb\u00e4udes installiert, w\u00e4hrend ein neuer Strom-Generator drinnen installiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 5. Oktober 1987 verlegen die M\u00e4nner des 13. Bataillons des Luftschutzgeschwaders der Kompanie IV\/10, per Hand, ein Elektrokabel von rund 700 Metern L\u00e4nge und einem Gewicht von mehr als drei Tonnen. Ein Transport, ausgef\u00fchrt von einem \u201cTausendf\u00fcssler\u201d aus Soldaten, \u00fcber eine Entfernung von 1800 Metern und mehr als 230 H\u00f6henmetern\u2026 Ein direkter Stromanschluss f\u00fcr das Chalet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet lebt. Und es \u00fcberlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Fusse der Gastlosen sind die St\u00fcrme manchmal verheerend. Rebellische Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dezember 1962 zerst\u00f6rt ein Orkan das halbe Dach, die Telefonleitung zerreisst, das Windrad bricht, die Wasserleitung ist eingefroren. Am 5. Januar 1963, arbeiten f\u00fcnf Milit\u00e4rhubschrauber fast vier Stunden, aber Schnee und K\u00e4lte verhindern einen Wiederaufbau. Eine vorl\u00e4ufige Abdeckung wird installiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast drei Jahrzehnte sp\u00e4ter, Anfang M\u00e4rz 1990. Sturm &#8222;Viviane&#8220; zerst\u00f6rt erneut die H\u00e4lfte des Daches, der Schornstein bricht zusammen, zerst\u00f6rt die Blitzableiter und streut Bruchst\u00fccke \u00fcber das gesamte Areal. Winde von bis zu 230km\/h pusten 60 cm Neuschnee in die Schlafs\u00e4le. Eine Szene der Verw\u00fcstung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00dcberlebenskampf ist &#8211; und bleibt w\u00e4hrend seiner gesamten Existenz &#8211; oft ein finanzieller Kampf \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile werden auch im Herzen der Voralpen, Zufahrtsstrassen modernisiert. Die asphaltierung der Strasse, La Villette &#8211; Petit-Mont, oder die Strasse von Bellegarde: sie werden von den Anliegern finanziert, aber sie helfen auch, das Chalet in weniger als einer Stunde zu erreichen und f\u00f6rdern somit Tagesausfl\u00fcge.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesen vergangenen f\u00fcnfzig Jahren gab es nie ein Ende der Wartungsarbeiten. Renovierung der Terrasse, Bau einer neuen K\u00fcche, Fassaden-, Dach-, Innen-Renovierung, Sanit\u00e4r-Installationen, Malerarbeiten,\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Berg von Arbeit, der die Finanzen der Stiftung schwer belastet. Diese Arbeiten konnten jedoch immer ausgef\u00fchrt werden. Dank der Entschlossenheit des ehrenamtlichen Komitees, der Grossz\u00fcgigkeit der Mitglieder, des Staates und anderer Organisationen. Nicht zuletzt auch Dank der Milit\u00e4rchefs die immer wieder grossz\u00fcgigerweise Truppen f\u00fcr die Arbeitsstunden zur Verf\u00fcgung gestellt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet lebt. Es wird bekannt, und anerkannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1972, erw\u00e4hnt der &#8222;Leitfaden f\u00fcr die Freiburger Alpen&#8220;, das Chalet. Pfadfinder sind loyal. Viele Kletterer errichten ihre &#8222;Basislager&#8220; im Chalet. Ein Chalet, dass man auch auf der neuen Wanderkarte der Gemeinde findet. Im Juni 1975 organisieren zwei Grundschulen aus dem Kanton Freiburg ein Picknick in der Mensa. Sp\u00e4ter reisen, gef\u00f6rdert durch die Stiftung &#8222;Jugend und Armee&#8220;, viele junge Menschen aus dem Kanton zum Chalet .<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wanderweg durch die Freiburger Voralpen, welcher sich in sieben Etappen, zwischen \u201cPlanfayon\u201d und \u201cLes Paccots\u201d, durch den Kanton zieht, kreuzt seit 1984 das Chalet. Eine der Etappen befindet sich hier.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 17. Dezember 1987 wurde ein Abkommen zwischen den Sektionen, Dent-de-Lys, Gruy\u00e8re, Kaiseregg, und Mol\u00e9son, des Schweizer Alpenvereins unterzeichnet. Nach dieser Vereinbarung erhalten die Mitglieder des CAS Unterbringungs-Priorit\u00e4t, freie Nutzung des Chalets f\u00fcr Rettungskurse, die Bereitstellung eines Notlokals, sowie Verg\u00fcnstigungen im Chalet.<\/p>\n\n\n\n<p>Montag, 15. November 1993, Lapidarium des Museums f\u00fcr Kunst und Geschichte Freiburg. Die Freiburger Tourismus-Union verleiht ihren Preis f\u00fcr das Jahr 1993, in Anbetracht der aussergew\u00f6hnlichen Verdienste, an das \u201cChalet du Soldat\u201d. \u00abF\u00fcr die Schaffung, Entwicklung und Belebung einer hochwertigen Einrichtung, welche zur Erschliessung einer der sch\u00f6nsten Standorte der Freiburger Voralpen, massgeblich beigetragen hat. F\u00fcr den Beitrag den das Chalet f\u00fcr das touristische Angebot im Kanton Freiburg, geleistet hat.\u00bb. Die Laudatio aus der Tourismusindustrie ist eindeutig. Das \u00abChalet du Soldat\u00bb Freiburg, &#8222;offiziell&#8220; anerkannt und belohnt. Eine Hommage an die Pioniere, die den Bau erm\u00f6glicht hatten und an alle die, die w\u00e4hrend dieses halben Jahrhunderts mit Begeisterung und Originalit\u00e4t, um seine Existenz und Entwicklung gek\u00e4mpft haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet lebt. Und seine Idee lebt weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich hat nach 50 Jahren der Tod so manche Opfer unter den Pionieren gefordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 9. Juni 1979, wird w\u00e4hrend der Hauptversammlung, der Brigadier Oberst Jacques Bullet gew\u00fcrdigt, er starb im Fr\u00fchjahr im Alter von 69 Jahren. Administrator des Chalet seit der Einweihung, bis zum Jahre 1971. Sechsundzwanzig Jahre &#8222;Engagement und Hingabe.&#8220;<br>Ein Jahr sp\u00e4ter wurde das Zimmer &#8222;Brigadier Bullet&#8220; im Chalet, in Gegenwart von seinem Bruder, Erzbischof Gabriel Bullet, eingeweiht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tod als Erinnerung an die Zerbrechlichkeit des Lebens, auch am Fusse der unersch\u00fctterlichen Gastlosen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag, dem 23. September 1972, nur wenige Stunden vor der 27. Generalversammlung des Chalet, st\u00fcrzt ein junger Bergsteiger in den Tod: Peter, der Sohn von Jean-Louis Bourqui, einem Pressefotografen.<\/p>\n\n\n\n<p>Samstag, 4. Oktober 1986, Major Marcel Deillon steigt auf zum Chalet um an der Hauptversammlung teilzunehmen, aber der Tod ereilt den Rechnungspr\u00fcfer, nur ein paar Meter vor dem Gipfel.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne die anderen zu vergessen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Diejenigen, die gestern, die Geschichte des Chalets schrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Diejenigen, durch die das Chalet heute in die Geschichte eingeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chalet lebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das \u00abChalet du Soldat Freiburg\u00bb wird leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil, die Tollk\u00fchnheit des Major Paul Wolf, eine kluge Zukunftsvision war.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil, das Chalet, solide gewartet, dem schlimmsten Unwetter stand h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil, sich das Milit\u00e4rchalet, dynamisch, der Welt ge\u00f6ffnet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil, mit oder ohne Unruhen und Kriegswirren, es Werte gibt, Werte unersch\u00fctterlich wie Berge.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das Chalet wird weiterbestehen,<br>f\u00fcr euch und durch euch,<br>diese &#8222;kleine Heimat mit Ausblick auf die Grosse&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Text verfasst von Jean-Luc Piller.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbersetzt aus dem Franz\u00f6sischen von Maxim Mehlinger<br>Auf Schweizer Begriffe und Schreibweisen angepasst von Robert Lienert<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historisches \/ Chronologie des Chalet du Soldat Wir sind im Jahr 1943. 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